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Sicheres Investieren in Krisenzeiten?

In Zeiten der Wirtschaftskrise sind immer mehr Unternehmen verunsichert; Investitionen werden, wenn überhaupt, nur sehr zögerlich vorgenommen und fallen deutlich geringer aus als noch vor zwei Jahren. Die Verunsicherung der Manager ist verständlich, denn in Zeiten, in denen selbst traditionsreiche Unternehmen, die bis vor dem Crash als absolut sicher galten, in Konkurs gehen, ist die Risikobereitschaft naturgemäß eher gering. Das betrifft kleine Unternehmen genauso wie mittelständische Firmen oder internationale Konzerne. Zwar hat sich die Situation langsam wieder gebessert, jedoch ist die Weltwirtschaft noch lange nicht auf dem Niveau wie vor der Krise.

Kosten senken mit Finanz-Analyse

Die Statistische Finanz-Analyse hat daher immer mehr an Bedeutung gewonnen, sie bezeichnet die systematische Auswertung und Abwägung der Liquidität einer Privatperson, eines Konzerns, oder eines kleinen Unternehmens. Bei einer gründlichen Finanzanalyse eines Unternehmens werden immer auch die Absatzmärkte genauestens beobachtet und durchleuchtet. Denn wenn die ganze Branche oder der Industriezweig, in den ein Unternehmen eingeordnet wird, stagniert, kann auch die beste Analyse nur schwer eine Umsatzsteigerung oder höhere Absatzzahlen auslösen. Sie kann jedoch auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten dazu dienen, unnötig hohe Kosten zu minimieren, Schwachstellen aufzudecken und dadurch das Budget auch in wirtschaftlich mageren Jahren deutlich schonen. Immer mehr Unternehmen bauen daher auf eine professionelle Finanzanalyse. Zwar war das Thema auch schon vor 2008 ein wichtiger Faktor, jedoch hat es seit dem Finanzcrash stark an Bedeutung gewonnen.

Risikocontrolling als Überwachungsinstrument

Ein zweiter Bereich der seit Beginn der Finanzkrise immer wichtiger wurde, ist das Risikocontrolling. Dieser Fachbereich hat sich erst in den letzten Jahren neu herausgebildet, er verbindet die beiden Bereiche Risikomanagement und Controlling, also die Buchhaltung. Der Ausdruck stammt ursprünglich aus der Branche der Kreditinstitute, ist aber inzwischen ein allgemeingültiger Begriff. Das Risikomanagement ist gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten aus keinem Unternehmen mehr wegzudenken, es befasst sich hauptsächlich mit der Auswertung und Eingrenzung von Risikopositionen, filtert also die sicheren von den riskanten Positionen und liefert eine detaillierte Auswertung über die eventuellen Risiken von Investitionen, Beteiligungen, etc..

Durch das sogenannte Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, kurz KonTraG, das im Jahr 1998 in Kraft trat, ist das Risikocontrolling auch für Nicht-Finanzinstitute bedeutend geworden, außerdem schreibt das KonTraG auch für kleinere Unternehmen, wie beispielsweise die GmbH, ein umfassendes Risikocontrolling vor. Grob gesagt, übernimmt das Risikocontrolling eine gesetzlich normierte und verlangte Überwachungsfunktion für den jeweiligen Konzern, beziehungsweise das jeweilige Unternehmen. Kleinere Unternehmen lagern die Bereiche Finanzanalyse und Risikomanagement meist aus, um Kosten und Ressourcen zu sparen. Das KonTraG schützt auch hier die Unternehmen, da auch die Finanzdienstleister die Auflagen des KonTraG erfüllen müssen.

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 13:53 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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